Grüne: Windpark ist für Energiewende unablässlich. Schulterschluss mit CSU-Bürgermeistern für gefährdetes Windkraftprojekt

Die Fundamente für die Windräder stehen längst, die Sockel sind angeliefert. Für den Weiterbau Windparks Wülfershausen machen sich stark (von links): Bürgermeister Wolfgang Seifert (Wülfershausen), Bürgermeisterin Conny Dahinten (Saal), Landtagsabgeordneter Paul Knoblach (Grüne) aus Schweinfurt, Grünen-Kreisrätin Birgit Reder-Zirkelbach, die Investoren Jürgen Rüth, Harald Schwarz, Martin Wirsing, Kreisrat Eberhard Räder (Grüne) und Bürgermeister Georg Menninger (Hollstadt).

Grüne: Windpark ist für Energiewende unablässlich

Schulterschluss mit CSU-Bürgermeistern für gefährdetes Windkraftprojekt

Wülfershausen – An einem der bereits fertiggestellten Fundamente des derzeit mit einem Baustopp versehenen Windparks Wülfershausen haben die drei CSU-Bürgermeister der tangierten Gemeinden Hollstadt, Wülfershausen und Saal an der Saale sowie Mandatsträger der Grünen gemeinsam an die Staatsregierung appelliert, endlich den Weg für die 13 Regio E²-Windräder frei zu machen. Dem Vor-Ort-Termin voraus ging eine von der Kreistagsfraktion der Grünen veranstaltete Online-Diskussion, der neben den örtlichen Regio E²-Investoren auch die energiepolitischen Sprecher ihrer Landtagsfraktionen,  Martin Stümpfig (Grüne, Nürnberg) und Rainer Ludwig von den Freien Wählern aus Kulmbach beiwohnten.

Am 18. Juni soll im Wirtschaftsausschuss des Landtags entschieden werden, ob – unter anderen Projekten im Freistaat – der weit gediehene Windpark zwischen Wülfershausen und Junkershausen doch noch zu Ende gebaut werden kann.  Dass trotz aller Genehmigungen noch vor Inkrafttreten der 10-H-Regel Ende 2014 jetzt plötzlich diese Abstandsregel beim Vorhaben eventuell doch greifen und damit das wegen Klagen verzögerte Projekt noch zum Scheitern bringen soll, stößt bei der Mehrheit in der Region auf Unverständnis.

Stümpfig, der die Grünen im Wirtschaftsausschuss vertritt, appellierte in der Videokonferenz an die Freien Wähler, ihre Haltung in der Frage um den zukünftigen Ausbau der Windenergie in Bayern in der Abstimmung zu überdenken, weil „wir ohne Windkraft die Energiewende nicht schaffen“. Ludwig sicherte zumindest zu, vor der Entscheidung der Staatsregierung in der kommenden Woche noch einmal in seiner Partei speziell über Regio E² zu diskutieren.

Beim folgenden Vor-Ort-Termin erinnerte MdL Paul Knoblach (Grüne) aus Schweinfurt an das von der Staatsregierung geplante Klimaschutzgesetz und forderte von CSU und Freien Wählern ebenso, „dieses wegen des Klimawandels so wichtige Windprojekt nicht zu zerstören“. Das vor allem auch, weil nur eine lautstarke Minderheit dagegen sei und die Gemeinden auch deshalb von Anfang an hinter dem Projekt standen, weil es sich nicht um anonyme Großinvestoren, sondern um lokale Betreiber handelt.

Der Anregung von Kreisrat Eberhard Räder folgend, wollen sich die drei CSU-Bürgermeister Cornelia Dahinten (Saal an der Saale), Georg Menninger (Hollstadt) und Wolfgang Seifert (Wülfershausen) in einem Schreiben an die Staatsregierung noch einmal für das Regio E²-Projekts einsetzen. Sie bestätigten auch, dass 75 Prozent der Bürger nach dem schon laufenden Windpark Streu/Saale auch für dieses zweite Vorhaben sind.

Den Betreibern sei zugesichert worden, dass 10-H nicht greift, „wenn das jetzt geändert wird, wäre das ein Irrsinn und es stellt sich die Frage Glaubwürdigkeit in die Politik,“ sagte Knoblach unter Hinweis darauf, dass die Betreiber bereits 1,2 Millionen Euro investiert haben und die weiteren Millionen Euro für den Rückbau nicht werden aufbringen können. Für die vier Investoren bestätigte das Harald Schwarz: „Wir wollten etwas Gutes für die Energiewende tun und werden jetzt mit unserem Projekt abgeschlachtet.“

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