Mein Programm

In 40 Jahren Berufstätigkeit als Krankenpfleger für Psychiatrie, in meinem Nebenberuf als Ökobauer und durch meine vielfältigen Ehrenämter habe ich mir eine Menge Wissen aneignen können. Zum Einen mußte ich lernen, mit Wertschätzung, Empathie und Respekt auf Menschen in Ausnahmesituation einzugehen, zum Anderen galt es, wie meine Vorfahren auch, unseren Bauernhof zu erhalten und zu entwickeln. Durch meine örtlichen Ehrenämter habe ich erfahren, was für ein Dorf wichtig ist. Andererseits weitet es den Blick, Kreisrat und im Besonderen Präsident eines weltweit tätigen Ökoanbauverbandes zu sein.

Fokusthema Landwirtschaft und Ökologie

Mit dem Vorhaben „Bio Regio Bayern 2020“ aus dem Jahr 2012 soll bis 2020 eine Verdopppelung des Ökologischen Landbaus in Bayern erreicht sein. Die Angebote für umstellungswillige Bauern sind heute um vieles breiter, die Umstellungszahlen steigen an. Die Verbraucheransprache ist ebenfalls verbessert. Dies gilt es zu verstetigen und weiter auszubauen. Trotzdem hat das jüngste Trinkwassermonitoring eine weitere Zunahme der Nitratgehalte erbracht. Solange wir den ständigen Zubau großer, konventioneller Tierhaltungen und der Güllewirtschaft nicht begrenzen, wird das so bleiben. Im Gegenzug schlägt sich der Ökobauer mit unsinnigen Regulierungen herum. Für das Aufstellen und den Betrieb eines Mobilstalles (auf Rädern) für Legehennen bedarf es einer Baugenehmigung! Für den befestigten Schweineauslauf berechnet der Wasserversorger Gebühren! Durch den erlaubten Mitteleinsatz der konventionellen Landwirtschaft schreitet das Artensterben weiter fort. Der Ökobauer setzt keines dieser Mittel ein, zahlt aber dennoch den Nachweis dafür, das seine Produkte nicht betroffen sind, aus der eigenen Tasche! Die Politik muß erkennen, daß es keinen ressourcenschonenden, nachhaltigen konventionellen Landbau gibt. Eine offene und ehrliche Kosten-Nutzenanalyse muß vorgenommen werden. Nur der Ökologische Landbau stellt Nahrungsmittel ohne negative Folgen für Mensch und Tier, für Umwelt und Trinkwasser bereit. Zudem reduziert er durch Humusaufbau die CO2 Belastung.

Fokusthema Soziales

Die Pflegenden sind die größte Berufsgruppe in der Bundesrepublik. Von der Politik unbeachtet, werden Schwestern und Pfleger trotz halbherziger Ankündigungen weiter körperlich und seelisch ausgebeutet. Um positive Betriebsergebnisse zu erzielen, werden Stellenpläne weiter ausgedünnt, Minimalforderungen der Politik zum Pflegeschlüssel und zur Mindestqualifikation knapp eingehalten. Mit großer Besorgnis sehe ich, wie die Zahl psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Bayern weiter ansteigt. Trotz Zubau stationärer Behandlungsplätze gibt es Wartezeiten von bis zu einem Jahr! Auf ambulante Behandlung müssen die Betroffenen und ihre Angehörigen ebenfalls viel zu lange, bis zu sechs Monate, warten. Oftmals bleibt als Notlösung nur die völlig inadäquate Einweisung in die Erwachsenenpsychiatrie. Darunter zu leiden haben die erkrankten und ihre Familien. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben ihr bestes, verfügen aber meist nicht über das nötige Fachwissen. Klinik-oder Stationskonzepte sind für Erwachsene gemacht und es bereitet Mühe oder ist unmöglich, sie für Kinder und Jugendliche anzupassen.

Auf den angesprochenen Feldern ist manches in Gang gesetzt. Aber: Es ist, noch, die höchst ethische Haltung der Pflegenden die den Zusammenbruch verhindert. Symbolhandlungen und Sonntagsreden sind kein Ersatz für eine bessere Pflegepolitik. Ein bisschen Ökolandbau wird das Artensterben nicht stoppen und ebenso nicht den Glyphosatgehalt in Lebensmitteln und in uns selbst verringern! Nicht die Gesetze, Verordnungen oder Kontrollen halten das Pflegesystem noch am Laufen. Nur über ein KJP-Gesetz lässt sich die schwierige und sehr belastende Lage für die betroffenen nachhaltig verbessern.

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