Die ökologischen Probleme im Schwarzen Moor im fränkischen Teil der Rhön und im Roten Moor ein paar Kilometer weiter auf der hessischen Seite sind ähnlich: Um beide Moore vor einem weiteren Austrocknen zu schützen, muss vor allem der Wasserzufluss verbessert und der Wasserabfluss gestoppt werden.
„Einen großen Unterschied zwischen der bayerischen und der hessischen Seite gibt es aber dennoch, denn im Roten Moor ist im Gegensatz zum Schwarzen Moor bereits mit großem Nachdruck gehandelt worden, während es in Bayern beim so wichtigen Moorschutz nur sehr zäh vorangeht“, kritisierte der Grünen-Landtagsabgeordnete Paul Knoblach aus Schweinfurt bei seinem aktuellen Besuch des Schwarzen Moors.
Das Fachgutachten der beiden von der Regierung von Unterfranken beauftragten Moorexperten von 2021, der Professoren Michael Succow und Giselher Kaule, habe doch mehr als deutlich gemacht, dass sich „das Schwarze Moor bereits irreversibel verändert hat, weshalb es schon vor fünf Jahren höchste Zeit war, dass ihre Vorschläge zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes auch sofort umgesetzt werden“, so Knoblach beim Termin in der Rhön. Das sei aber wegen „lächerlicher Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem von Thorsten Glauber (Freie Wähler) geführten Umwelt- und dem von Michaela Kaniber geleiteten Forstministerium trotz dringender Notwendigkeit nicht geschehen“, bedauerte Knoblach.
2024 seien zwar erste Stauwerke geschaffen, einige Messpegel zur Entwicklung der Wasserstände installiert und im Bereich des Moorauges sowie am Rand des Schwarzen Moors Baumbestände und zu große Fichten entfernt worden. Die zwischenzeitlich in Auftrag gegebenen weiteren Gutachten „bedeuten aber nichts anderes als einen weiteren Zeitverlust“, so Knoblach, der bei seinem aktuellen Besuch in der Rhön ein Machtwort von Ministerpräsident Markus Söder forderte.
Knoblach hat gemeinsam mit seinem Landtagskollegen Patrick Friedl (Würzburg) außerdem eine Schriftliche Anfrage an die Staatsregierung gerichtet, in der ein „entschlossenes, gemeinsames Handeln“ als dringend geboten genannt wird, „um dieses europaweit bedeutende Moor zu retten“. Die Antworten auf ihren umfassenden Fragenkatalog erwarten Knoblach und Friedl Ende Juni. Über Knoblachs aktuellen Aufenthalt im Schwarzen Moor hat die Main Post berichtet:

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