KKG Grafenrheinfeld

Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) | Avda, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

[Pressemitteilung zurückgezogen] Angeblicher Platzmangel in Würgassen nur ein Sommer-Märchen?

Hinweis (10.06.2021 16:10 Uhr): Diese Pressemitteilung des Abgeordneten Paul Knoblach wurde aufgrund eines Artikels des Westfalen-Blatts (Printausgabe & online: https://www.westfalen-blatt.de/owl/ende-der-atom-ara-an-der-weser-1048655) erstellt: „Auch für die im Rückbau demnächst in Grohnde anfallenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle solle in Würgassen eine Transportbereitstellungshalle (TBH) für die Endlagerung in Schacht Konrad errichtet werden, zeigte sich Wentzke überzeugt.“ – Diese Aussage des Leiters des Kernkraftstandortes Würgassen wurde, so PreussenElektra, so nie getätigt und Herrn Wentzke vom Westfalen-Blatt in den Mund gelegt, weshalb sich der Abgeordnete Knoblach dazu entschieden hat seine Pressemitteilung zurückzuziehen. Laut PreussenElektra war das Westfalen-Blatt bei dem im Artikel angesprochenem Termin nicht anwesend und hat zugesagt, dies im Rahmen der morgigen Berichterstattung (11.06.2021) richtigzustellen. Aus Gründen der Transparenz wird dieser Artikel nicht gelöscht, sondern mit diesem Hinweis versehen.

MdL Knoblach (GRÜNE) wiederholt: Grafenrheinfeld ist keine Atommüllkippe

Schweinfurt/Grafenrheinfeld – Als offensichtliche Hilf- und Planlosigkeit bezeichnet der Schweinfurter Landtagsabgeordnete Paul Knoblach ihm jetzt bekannt gewordenen Pläne, auf dem Gelände des bereits stillgelegten Kernkraftwerkes in Würgassen eine Transportbereitstellunghalle für Atommüll aus dem nur 44 Kilometer entfernten KKW Grohnde zu bauen. Dieses soll Ende dieses Jahres vom Netz genommen werden. Über einen entsprechenden Bericht in der Westfalenpost setzte die dortige Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck“ den Schweinfurter Abgeordneten in Kenntnis.

Knoblach erinnert in einer Pressemitteilung seines Büros daran, dass PreussenElektra als Grund für die geplanten Transporte von radioaktiv belastetem Material aus dem AKW-Standort Würgassen nach Grafenrheinfeld gerade die angeblich ausgeschöpften Lagerkapazitäten in Nordrhein-Westfalen genannt hat. „Wenn jetzt plötzlich doch wieder Platz für Atommüll allerdings eines anderen Standorts vorhanden sein soll, da kann man sich nur verwundert die Augen reiben“, so Knoblach. „Als die Atomkraftwerke gebaut wurden, hat man nicht gewusst, wohin mit dem Atommüll, jetzt reißt man ab und weiß offensichtlich weiterhin nicht wohin mit den gefährlichen Altlasten“, sagt Knoblach und fordert als Konsequenz eine sofortige Verzichtserklärung der Würgassen-Betreiber für die geplanten Atommülltransporte nach Unterfranken.

Von der PreussenElektra verlangt der Grüne Landtagsabgeordnete endlich auch Ehrlichkeit statt Märchenstunden. Welches Konzept verbirgt sich hinter all dem? Warum wird der Atommüll-Tourismus nach Unterfranken forciert, wenn zugleich Lagerkapazität angeblich doch geschaffen werden kann? Warum soll dies nicht auch für die Abfälle aus Würgassen selbst möglich sein? Für Knoblach hat es den Anschein, dass es sieben Jahre nach dem für beendet erklärten Rückbau des AKW Würgassen noch immer an einem schlüssigen Plan zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle fehlt. Jetzt rächt sich auch, dass die Abfallverursacher es jahrzehntelang versäumt haben, der Endlagerung mehr Beachtung zu schenken.

Fakt ist für Knoblach: „Grafenrheinfeld ist keine Atommüllkippe“. Deshalb stehen auch Transporte von rund 4.000 Tonnen Strahlenmüll per LKW nach Grafenrheinfeld und ab 2027 wieder nach Würgassen zurück vor allem wegen der Gefährdung so vieler Menschen außer Frage. „Mit jedem weiteren Haken, den die Atomindustrie schlägt, wird der Widerstand aus dem Schweinfurter Raum nur größer“, so der Grüne MdL aus Garstadt, dem Dorf in unmittelbarer Sichtweite zum AKW Grafenrheinfeld.

1 Kommentar

  1. Almut Zyweck

    Sehr geehrter Herr Knoblach,
    der Bau einer Halle in Würgassen ist eine Falschmeldung. Diese Information wurde unserem Anlagenleiter vom Westfalen-Blatt fälschlicherweise in den Mund gelegt. Das Westfalen-Blatt hat zugesagt, dies im Rahmen der morgigen Berichterstattung richtigzustellen. Es wäre konstruktiver, statt uns „Märchenstunden“ zu unterstellen, den direkten Dialog mit uns zu suchen. Dieses Beispiel zeigt: Es ist besser, miteinander zu reden, statt übereinander. Freundliche Grüße, Almut Zyweck, Pressesprecherin PreussenElektra

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