100 Jahre Grüne Woche

Grüne Woche: Mit Kreativität auf Krisen reagieren

Paul Knoblach, MdL mit Felix zu Löwenstein am Naturland-Stand auf der Grünen Woche.
Paul Knoblach, MdL mit Felix zu Löwenstein am Naturland-Stand auf der Grünen Woche.

Der grüne MdL Paul Knoblach auf der Jubiläums-Grünen-Woche in Berlin

Als Tierschutzsprecher der bayerischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Landwirtschaftsausschuss ist der Besuch der Grünen Woche Berlin für Paul Knoblach obligat. Das besonders in diesem Jubiläumsjahr, wurde die Messe doch heuer vor 100 Jahren in Berlin gegründet. Sie ist längst eine der führenden Veranstaltungen weltweit im Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau.

Drei Tage nahm sich der Biolandwirt aus Garstadt Zeit, um sich bei der 90. Ausgabe der Messe über aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Tierschutz, Klimaschutz, zur Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltigen Landnutzung zu informieren. Teilnehmer war Knoblach auch bei einer Gesprächsrunde mit dem CSU-Minister Alois Rainer, dessen Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung das Global Forum for Food and Agriculture organisiert hat. Hier stehen Zukunftsfragen der weltweiten Land- und Ernährungswirtschaft im Fokus.

Erstmals wurden Holz-Sichtschutzwände in den Gehegen aufgestellt um den Tieren einen Rückzugsort zu ermöglichen.

Erfreut nahm Knoblach beim Messerundgang die von Tierschutzorganisationen immer wieder geforderten Verbesserungen in der Tierhalle zur Kenntnis. Es sind bei der noch bis 25. Januar dauernden Messe weniger Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen ausgestellt, die auch hinter erstmals geschaffenen Holz-Sichtschutzwänden „ein wenig Ruhe haben“. In diesem Zusammenhang nannte es Knoblach auch gut, dass die größeren Abstände zu den Boxen der Tiere die Möglichkeit einschränken, Tiere zu streicheln. Positiv bewertete er auch den kompletten Verzicht, Hunde, Katzen, kleine Heimtiere (zum Beispiel Kaninchen) und Greifvögel zu präsentieren.

„Es ist immer problematisch, wenn auf so einer Massenveranstaltung über einen so langen Zeitraum lebende Tiere ausgestellt werden, weil die Tiere massivem Stress und Angst ausgesetzt sind“, konstatiert Knoblach. Seine Hoffnung ist, dass „künftig entweder gar keine Tiere mehr ausgestellt werden und wenn doch dann im Freien in einem großen Gehege möglichst in einer Gruppe von Tieren, die sich kennt“.

Paul Knoblach, MdL informierte sich am Stand des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) über die neusten Technologien.

Am Stand des erstmals vertretenen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) informierte sich Knoblach über die neuestens Forschungsergebnisse zur Tierhaltung und Schlachtung, darunter ein Projekt zu alternativen Gasen statt dem bisher üblichen CO2 bei der Schweinebetäubung und ein Projekt zum leidigen Thema Schwanzbeißen bei Schweinen.

Am Stand des Versuchs- und Bildungszentrums für Rinderzucht Grub bei Poing im Landkreis München erfuhr Knoblach die neuesten Erkenntnisse über den Bau moderner Rinderställe. Die Gespräche beim biologischen Landbauverband „Naturland“ drehten sich um die stagnierende Bio-Landwirtschaft und die Probleme im Weinbau. Knoblach nahm die Erkenntnis mit, dass „alkoholfreier Wein auch gut schmecken kann“. Seine Quintessenz für die Landwirte-Kollegen insgesamt daraus: „Mit Kreativität auf Krisen reagieren“.

Auch viele Winzer waren auf der Grünen Woche in Berlin vertreten – Weinproben inklusive.

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