Klare Strategie zur Rettung des Schwarzen Moors nicht erkennbar

Knoblach bedauert die nur vagen Antworten der Staatsregierung auf seinen Fragenkatalog 

Paul Knoblach, MdL setzt sich schon seit Jahren für den Erhalt des Schwarzen Moors ein. Die nur vagen Antworten der Staatsregierung auf seinen Fragenkatalog bedauert der grüne Abgeordnete.
Paul Knoblach, MdL setzt sich schon seit Jahren für den Erhalt des Schwarzen Moors ein. Die nur vagen Antworten der Staatsregierung auf seinen Fragenkatalog bedauert der grüne Abgeordnete. Foto: Hannes Helferich

Seit Jahren sind sich das bayerische Umweltministerium mit Thorsten Glauber (Freie Wähler) und das Forstministerium mit Michaela Kaniber (CSU) an der Spitze uneinig, ob der erkennbar zunehmende Baumbestand im Schwarzen Moor in der Rhön reduziert werden soll oder darf. Dazu wurden für viel Geld etliche Gutachten erstellt. „Klarheit in dieser Frage und damit zum Schutz des europaweit so bedeutenden Moors ist aber offensichtlich noch immer nicht erreicht“, kommentiert der Schweinfurter Landtagsabgeordnete Paul Knoblach (Bündnis 90/Die Grünen) die Antworten der Staatsregierung auf einen umfassenden Fragenkatalog von ihm und seinem Würzburger Kollegen Patrick Friedl.

Knoblach zeigt sich darüber auch deshalb verwundert, weil die Staatsregierung die Antworten erst nach einer Beschwerde bei Landtagspräsidentin Ilse Aigner und zweimaliger „natürlich gewährter“ Fristverlängerung geliefert hat. „Eine klare Strategie über das künftige Vorgehen kann ich jedenfalls aus den Antworten auf unsere detaillierten Fragen nicht erkennen“, sagt Knoblach.

Während sich seit vielen Jahren die beiden Ministerien und mindestens vier Behörden um Zuständigkeiten, Vorrangstellungen und Sichtweisen streiten, verschiedenste Gutachten beauftragen und auswerten, droht das Schwarze Moor weiter auszutrocknen. „Aber die Staatsregierung sieht ein intaktes Moor, da reibt man sich schon die Augen“, meint Knoblach.

Um das weitere Austrocknen des Moors zu verhindern, fordert der Schweinfurter Grüne und Biolandwirt als erste und sofortige Maßnahme eine monatliche Moorkonferenz mit Vertretern aller zuständigen Ministerien und Behörden. Zum Auftakt soll Ministerpräsident Markus Söder einladen. Damit würde er die selbst erklärte Bedeutung der Moore insgesamt untermauern, sagt Knoblach.

Auf dem Bohlenweg durchs Schwarze Moor gibt es immer wieder auch Moor-Informationen. Der starke Bewuchs ist sichtbar. Foto: Hannes Helferich
Auf dem Bohlenweg durchs Schwarze Moor gibt es immer wieder auch Moor-Informationen. Der starke Bewuchs ist sichtbar. Foto: Hannes Helferich

Weitere vom grünen MdL geforderte Maßnahmen: alle wasserabführenden Gräben sollen endlich verschlossen, es müssen Durchlässe durch die Hochrhönstraße geschaffen werden und nötig sei, die Menschen in der Region Main-Rhön regelmäßig über die Ergebnisse der Konferenz und die nächsten Schritte in Kenntnis zu setzen.

Knoblach abschließend: „Alles Wissen ist vorhanden, noch speichert das Schwarze Moor große Mengen vom Klimagas CO2, bei einer weiteren Verschleppung und folglich Austrocknung wird das Moor aber zur CO2-Schleuder, das muss verhindert werden“. Der Main Post stand Knoblach zum Fragenkatalog und den Antworten der Staatsregierung Rede und Antwort. Der Link zum Bericht findet sich hier: Wie geht es weiter mit der Rettung des Schwarzen Moores? Nur vage Aussagen aus der Staatsregierung

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